Radioaktiver Sahara-Staub in Duisburg gemessen

Am 4.3.2021 staunte Norbert Michels nicht schlecht als er auf seinen Geigerzähler schaute. Sein Geigerzähler misst minütlich die natürliche Strahlenbelastung. Rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. So wird sichergestellt, dass eine Erhöhung der Strahlung unverzüglich bemerkt wird. An dem benannten Tag betrug die Gamma Ortsdosisleistung 0,139 Mikrosievert. Tage davor betrug die Strahlung im Durchschnitt um die 0,086 Mikrosievert. Die erhöhte Ortsdosisleistung war nicht gefährlich aber warum wich sie plötzlich so ab. Herr Michels recherchierte im Netz und fand die verblüffende Antwort. In den letzten Tagen konnten wir beobachten wie der Südwind tonnenweise Saharastaub nach Deutschland brachte. Dieser Staub besteht aus winzigen Partikeln aus Mineralstaub und ist ungefähr zwischen fünf und 10 µm groß. Die kräftigen Regenfälle waschen den Wüstenstaub aus der oberen Atmosphäre heraus. Das konnte man gut an den Autodächern und Fensterscheiben sehen. Auch die Atmosphäre war in den letzten Tagen sehr eingetrübt. Aber wieso kam die abweichende Strahlung zustande? Und siehe da: der Sahara Staub war mit Cäsium 137 belastet, was bei einer Kernspaltung entsteht. Frankreich hat am 13. Februar 1960 in der algerischen Sahara eine Atombombe gezündet. Und diese Strahlenwerte hat der Geigerzähler in der privaten Wetterstation in Duisburg-Buchholz registriert. Da die Menge und die kurze Dauer des Sara Staubes gering war, liegt sie noch unter der durchschnittlichen Strahlenbelastung. Schön, dass Herr Michels das Wetter und die Strahlenbelastung minütlich über Duisburg misst, und seine Informationen täglich für alle online stellt.

Wetterstation Duisburg Buchholz